Backups

Meine Website hat rund 20 statische Seiten. Die möchte ich gerne sichern, habe sie aber in den WordPress-Dateien nicht gefunden.
Wie erstelle ich am besten ein Backup und welche Dateien und Verzeichnisse muss ich sichern?

Die Inhalte und Einstellungen deiner Webseiten werden in der MySQL-Datenbank gespeichert. Medien- und sonstige hochgeladenen Dateien landen im Verzeichnis wp-content/uploads, selbst installierte Plugins und Themes in der Verzeichnissen wp-content/plugins und wp-content/themes. Die Zugangsdaten zur MySQL-Datenbank werden in der Datei wp-config.php im Web-Stammverzeichnis abgelegt, in der Datei .htaccess stehen ggf. Weiterleitungsregeln für Permalinks und Serveranweisungen für Cache-Plugins.

Absolutes Minimum für ein Backup ist die Sicherung der MySQL-Datenbank, der Dateien wp-config.php und des Verzeichnisses wp-content/uploads sowie eine Liste der verwendeten Themes und Plugins – WordPress Core, Themes und Plugins sowie die Übersetzungen im Verzeichnis wp-content/languages lassen sich notfalls jederzeit von wordpress.org erneut herunterladen und die .htaccess kann durch eine erneute Speicherung der gewünschten Permalink-Struktur neu angelegt werden.

Bequemer (und weniger fehleranfällig) ist es, zusätzlich zur Datenbank alle Dateien und Unterverzeichnisse im Web-Stammverzeichnis zu sichern. (Bei manipulierten Websites, bei denen nicht sicher ist ob das Backup ebenfalls kompromitiert ist, sollten WordPress-Core, Themes und Plugins dann trotzdem ausgetauscht und alle Mediendateien sorgfältig auf Manipulation geprüft werden).

Die einfachste Methode, ein Backup deiner Website zu erstellen, ist die Verwendung eines Backup-Plugins wie z.B. UpdraftPlus WP Backup oder das von einem deutschsprachigen Entwickler stammende BackWPup. Die Plugins bieten neben der Möglichkeit eines manuellen Backups auch regelmäßige Sicherungen in selbst festgelegten Intervallen oder (zumindest UpdraftPlus in der kostenpflichtigen Version) automatisch vor Updates.

Grundsätzlich ist auch die serverseitig Sicherung mit eigenen Shell-Skripten möglich, wenn dein Webhoster entsprechende Rechte zur Einrichtung von Cron-Jobs mit Batch-Dateien erlaubt.

Viele Webhoster erstellen zusätzlich selber Backups von Datenbank und Web-Stammverzeichnis, was mitunter als letzte Rettung hilft. Die Backups werden aber oft nur über einen kurzen Zeitraum (z.B. 7 Tage) vorgehalten oder die Wiederherstellung kostet zusätzliche Gebühren, während die Sicherung mit einem Plugin kostenlos ist. Es ist deshalb nicht sinnvoll, sich nur auf das Backup des Webhosters zu verlassen.

Jedes Backup taugt nur dann etwas, wenn es sich problemlos wiederherstellen lässt. Deshalb solltest du, egal für welche Backup-Lösung du dich entscheidest, prüfen, ob du das Backup auf einem lokalen Webserver in kurzer Zeit und mit vertretbarem Aufwand wiederherstellen kannst.